Sophia - People are like Seasons

Cover

"I wanna sit on the edge of a gentle stream
Watching paper boats float to the sea
And I wanna sit in the sun
With my new shirt on
Drinking a beer I'd salute
Another trauma I’ve out run
Before another’s begun
And God I just wanna rest a while
And I promise tomorrow I’ll start
With a smile

Yeah Yeah"
(Another Trauma)

Es ist immer wieder intessant, die Ohren einer neuen, für einen selbst unbekannten Musik zu öffnen. Irgendjemand empfiehlt einem einen Sänger, eine Sängerin, eine Gruppe, irgendwas, bringt vielleicht eine CD mit, was auch immer, und man sitzt dann zuhause, legt die CD ein, mal, um sie bewusst zu hören, aber meist (zumindest ist es bei mir so) eher beiläufig, weil man noch was zu erledigen hat. Aber auch wenn man sie nur nebenbei hört, gespannt ist man immer ... vielleicht, ob man das, was der andere in der Musik entdeckt hat, für sich auch entdeckt. Ob sie einem gefällt, eine Bereicherung ist. Ob die Gedanken bei einem Song hängenbleiben, oder ob die Musik irgendwie an einem vorbeifliesst, ohne Spuren oder besondere Eindrücke zu hinterlassen.

Und ab und zu ... ab und zu findet man wirklich sowas wie ein Aha-Erlebnis, etwas besonderes, das ein Verlust wäre, von einem nicht entdeckt und gekannt zu werden. Sowas ist mir nun begegnet ... das Album, um das es geht, trägt den fast schon philosophischen Namen 'People are like Seasons' und ist von der Gruppe 'Sophia'. Ich muß zugeben, schon das Cover hat mir gut gefallen ... die herbstliche Aufmachung passt in die aktuelle Jahreszeit und ganz nebenbei hat man sich auch was anderes einfallen lassen als die normale 08/15 Jewelcase. Die grösste Überraschung für mich war übrigens, das hier keine Frau singt ... bei dem Bandnamen lag das irgendwie nahe. Nunja, wie man schon rauslesen kann ... ich weiß wirklich null über die Band. Was soll ich zur Musik sagen ... handmade, einfach gehalten, ohne grosse Schnörkel, aber doch sehr facettenreich, wundersam natürlich, schön zusammengestellt, kein euphorisches, fröhliches Album, auch kein 'lautes' Album (laut im Sinne von hoppla hier kommen wir), es ist eher ein leise, voller Zwischentöne, angenehm nachdenklich, teilweise traurig ... wobei egal ist ob man es so hört weil man es hören will oder ob man es im Hintergrund laufen lässt, es ist dennoch präsent. Anfangs war ich nichtmal über die ersten beiden Songs 'oh my love' und 'swept back' rausgekommen ... die liefen schon in Endlosschleife ... nach und nach stellte ich dann fest, daß das ganze Album diese Qualität hat, Stück für Stück ... es gibt keinen Ausreisser, der zum Weiterhüpfen zwingt, man kann es immer wieder hören, ohne satt zu werden. Ein in sich geschlossenes Album wie aus einem Guss, vom Cover bis zur Musik ... unbedingt mal reinhören !