Mittwoch, 08.08.2001

Hossa. Schon wieder ein neuer Eintrag. Doch das täuscht. Es läuft ´Evolution´ von Alien Sex Fiend, ich trinke Capuccino, habe Kopfschmerzen, bin auch sonst irgendwie groggy, und eigentlich möchte ich gar keinen neuen Eintrag schreiben. Echt nicht. Oder vielleicht doch ? Ok, ja, ich geb es zu. Sonst hätte ich ja wohl nicht damit angefangen oder ? Wäre schließlich ungemein albern. Erst anfangen und dann aufhören. Vor dem Ende. Wobei, das Ende ist ja meist da, wo man aufhört. Fast schon ein klassisches Merkmal. Insofern passt das gerade nicht so. Aber egal, seid nicht so penibel. Verschwendete Zeit wäre es allemal. Von der ihr allerdings nichts mitbekommen würdet. Ist doch so. Also schreibe ich nun doch einen Eintrag. Konnte ich jetzt aber nicht von Anfang an sagen ... erstens wäre mir dann diese wunderbare Einleitung flöten gegangen, und zweitens muß man es immer auch ein stückweit spannend machen ... wenn man immer alles sofort vorhersehen könnte, wäre es doch langweilig, oder ? Und so sind wir Programmierer nunmal, immer für eine Überraschung gut ;-).

Naja, mal ehrlich, viel schreiben wollte ich wirklich nicht ... war eben noch draußen und hab ein paar schöne Bilder gemacht ... Sonnenuntergang ... wenngleich man von der Sonne leider nicht viel sieht hier ... aber eindrucksvoll ist es trotzdem ... und vielleicht ist es mir ja gelungen, ein wenig die Stimmung einzufangen, die über der Szenerie lag ... wollte sie euch jedenfalls nicht vorenthalten.




Ich mag diese Momente abends ... wenn es ganz ruhig wird ... nur ein paar Vögel zu hören sind, vielleicht entfernt ein Auto vorbeifährt ... man da draußen steht ... irgendwie tiefer, bewusster atmet als sonst ... und seltsamerweise kommt einem die Luft auch anders vor als tagsüber ... kühler, gut, kein Wunder im Sommer, aber auch klarer. Man nimmt das wahr, was um einen rum ist, ohne durch irgendwas abgelenkt zu werden, kommt irgendwie automatisch zur Ruhe, befreit den Kopf von irgendwelchen unnötigen Gedanken ... man gewinnt Distanz, egal, was vorher der Tag alles an Streß gebracht hatte, es wird so unwichtig, nebensächlich.

Irgendwie sehen wir Menschen so vieles als selbstverständlich an ... und sehen so selten, was der eine Augenblick, den wir gerade erleben, wirklich bedeutet ...