Donnerstag, 16.05.2002

"Where does the answer lie
Livin from day to day
If there´s something we can´t buy
There must be another way ..."

(Spirits in the material world/The Police)

Ein warmer Tag. 26 Grad und mehr. Auf der Rückfahrt von der Arbeit teilweise 28 Grad. Es wird Sommer. Die Tage werden wieder länger. Aber die Zeit fliesst dennoch nicht langsamer an mir vorbei. Von draußen scheint die Sonne rein. Prall. Die Jalousie ist halb runter und dennoch ist es im Zimmer angenehm hell. Ich mag es wenn die Sonne scheint und die Jalousien halb runter sind. Ich mag es, wenn die Sonne die kleinen Schlitze der Jalousie hell ins Zimmer zeichnet. Es läuft Police. Seltsam, es gibt immer wieder Phasen, in denen ich Police höre. Es gibt immer Phasen, in denen ich etwas tue, was ich schonmal getan habe. Es gibt immer Phasen des Neuen ... und der Erinnerung. Eine seltsame Ruhe irgendwie, angenehm, locker, vielleicht befreit von irgendwas, im Fluß mit dem Leben. Ich sollte häufiger im Fluß mit dem Leben sein. Es macht das Leben angenehmer.

Every breath you take ... und ich mache etwas lauter ... schreibe es auf und mache nochmal lauter ... nur um festzustellen, daß es jetzt vielleicht zu laut ist. Every breath you take. Gott ist das lange her ... 83 ? 84 ? Eine Ewigkeit. Eine ganz andere Zeit. Damals war ich 13, 14 ... was hab ich damals wohl gedacht wenn die Sonne ins Zimmer schien ? An einem Tag wie diesem ? Und warum glaube ich immer wenn ich tagebuchschreibe daß ich kein Deutsch kann ?

"I have stood here before inside the pouring rain
With the world turning circles running 'round my brain
I guess I always thought that you could end this reign
But it's my destiny to be the king of pain"
(King of pain/The Police)

Regen. Seltsam. Bei dieser Wäre liegt doch eigentlich der Gedanke an eine Wüste oder sowas nahe. Aber ich denke an Regen. Vielleicht weil ich im Schatten sitze ? Weil ich nicht durstig bin ? Bin ich eigentlich wirklich nicht durstig ? Glücklicherweise steht etwas Sprudel in der Nähe. Regen. Ich muß an eine Situation denken, die auch ewig zurückliegt ... als ich noch fleissig Bus gefahren bin und jedesmal mindestens einmal Umsteigen musste ... auf der Hinfahrt und auf der Rückfahrt. Meist stand der Anschlußbus dann bereits da rum und man musste sich beeilen. Einmal setzte kurz vorm Dreieck (der Umsteigeort heisst so ;-)) ein Platzregen ein ... ein richtiger Platzregen. Ich weiß nicht ... irgendwie bin ich auf vielleicht 40 m Weg trotz laufen innerhalb kürzester zeit so naß geworden wie ich es wohl niemals wieder in meinem Leben wurde ... zumindest

"There's a red fox torn by a huntman's pack
There's a black winged gull with a broken back
There's a little black spot on the sun today
It's the same old thing as yesterday
That's my soul up there...."
(King of pain/The Police)


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Ansonsten hält sich die Verletzungsgefahr in sehr engen Grenzen ... eine Schutzbrille ist eine sinnvolle Sache, da eben doch einiges an Holzsplittern durch die Gegend schwirrt ... und dicke Handschuhe eben ... die Hände sind wohl das gefährdetste, da kann die Parierstange noch so gut sein. Problematisch ist im Moment noch das Verhältnis zwischen Herstellzeit und "Fechtzeit" ... man braucht eben dummerweise schon eine ganze Weile bis man zwei Holzschwerter gemacht hat, sie hingegen wieder zu schrotten ist ziemlich schnell vollzogen. Dafür hat man auch viel zu lachen ... unvergessen etwa der Kampf, als nach jedem Hieb eine Parierstange (das ist diese praktische Querstrebe über dem Griff, die die Hand schützen soll) durch die Gegend flog und man erstmal schauen musste, welche es nun war, meine oder Adrians. Adrian hatte es dann so satt daß er seine richtig schön festgenagelt und mit mindestens einem Meter (eher mehr) Tape umwickelt hatte. Die Aktion dauerte zwar etwas, aber sicher ist sicher ... dummerweise brach dann beim ersten Aufeinandertreffen der Schwerter nach dem "stabilisierenden" Eingriff sein Schwert komplett am Griff unterhalb der Parierstange ab ... die hingegen blieb natürlich bombenfest mit dem zu Boden segelnden Rest verbunden ... seitdem verwenden wir übrigens keine Nägel mehr ;-).

Achso, ja, Bilder gibt es auch noch ... in Heldenpose *lol* ... irgendwo im Hintergrund belullt ein Dudelsack die untergehende Sonne und stimmt auf die große Schlacht ein (nee Scherz ;-)). Man bemerke die stabile Lederrüstung (seine Jacke), in der Adrian sich vor den gewaltigen Hieben schützt ... ich hingegen greife auf enorm dämpfendes (mittelaltertypisches) Fleece zurück und natürlich die obligatorischen, übergroßen Norwegersocken, in Anlehnung an die alten Wikinger-Eindringlinge natürlich über der Hose getragen (eigentlich nur, damit gewisse Leute was zu lästern haben, die beim Lesen dieser Zeilen ganz genau wissen, daß sie gemeint sind ;-)))).