Samstag, 11.12.2004

"Yes today life that I knew
So sick of all the people
A blind moon over to the window
Where the night has become elizium
For the sleepless souls"
(At the Gates of  Silent Memory / Fields of the Nephilim)

00:02, Rückfahrt aus Aachen, irgendwo auf der Landstrasse nach Hause, dichter Nebel, minus 2 Grad kalt, kaum noch Autos unterwegs. Eine seltsame Atmosphäre, fast unwirklich, das Sichtfeld einerseits so eingeschränkt, daß man Dinge erst sieht, wenn man sie auch sehen muß, und zugleich sind die Sinne doch besonders geschärft, fokussiert, nehmen so viele Details wahr ... musikalisch untermalt von der 'Elisium' von Fields of the Nephilim ... genauer gesagt von 'At the Gates of Silent Memory'. Manchmal ist es wirklich gut, genau die passende CD im Auto zu haben. Musik schafft es irgendwie immer wieder, Momente wie diesen noch intensiver wahrzunehmen und zu erleben. Draußen der Nebel, ein begrenzt durchsichtiger und doch verhüllender Schleier, die Dunkelheit, vereinzelte Scheinwerfer von entgegenkommenden Autos, dazu der der fein gewobene Klangteppich aus Synthesizer, Gitarre und Bass, der einen stets so seltsam in den Bann zieht, und McCoys Stimme, ein dunkler Schatten über einer unwirklichen Szenerie ... dunkel, mystisch, seltsam unheilvoll und dennoch wohlig vertraut ...