Sonntag, 15.01.2006

"Das Schlimme ist, so manches Mal,
denk ich gern an das, was war
... und ich muß sagen,
die Welt ersäuft in dem,
worin ich versinke."
(Was bleibt / 17 Hippies)

Wer hätte das gedacht. Das mir mal sowas gefallen würde. Eine singende Säge. Im Hintergrund. Oder mehr Vordergrund. Oder irgendwo dazwischen. Ist ja auch egal. Die singende Säge passt nunmal gut zum Beginn dieses Jahres. Und das Akkordeon auch. Irgendwie. Und erst der Text ... "Sieh nur was bleibt". Ein paar Nudeln mit seltsamer Käsesauce, ein Glas Rotwein, ein Haufen Gedanken und eine singende Säge. Und Vorsätze. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich wieder Vorsätze gefasst. Oder zumindest sowas ähnliches. Egal. Ich gehe nicht näher drauf ein und lass es einfach mal wunderbar geheimnisvoll im Dunkeln dümpeln. Kann ich zeitweise ganz gut. Denke ich. Macht auch keinen Unterschied. Ein neues Jahr in einer langen Kette von Jahren, die wir auf Erden dahinwandeln. Gut, mal sind es mehr Jahre, mal weniger, niemand weiß das so genau. Warum auch. Was würde es ändern, wenn man wüsste, wie lange der Aufenthalt dauert ? Würde es das Erleben des Moments intensiver machen ? Würde es den Moment dramatischer machen ? Wer weiß das schon. Vielleicht hat unser ganzer Lebensverlauf etwas zu tun mit einer Art von Gnade der Unwissenheit.

"Jetzt sitze ich hier und hör' gut zu
und mach alles mit, was man mir sagt -
wo und wieviel und den ganzen Rest, der da noch war.

Weiß verblüht der Flieder zur Zeit.
Zu mir hast Du ja gesagt -

und sieh nur was bleibt."
(Was bleibt / 17 Hippies)